Die Uhrzeit ist die Angabe eines Zeitpunkts,

ausgedrückt meist in Stunden, Minuten und Sekunden ab Mitternacht eines Tages im Kalendersystem. Sie wird in Abhängigkeit vom Ort – heute Zonenzeit der Zeitzone, früher Ortszeit – gemessen. Der Tag ist nach dem heute üblichen System in 24 Stunden, die Stunde in 60 Minuten und die Minute in 60 Sekunden unterteilt.

Uhrzeit und Kalenderdatum ergeben eine eindeutige Zeitangabe. Im wissenschaftlich-technischen Bereich wird die Zeit manchmal als Zahl zwischen 0 und 1 angegeben (Dezimalzeit). 8 Uhr morgens entspricht dann 0,333… Tagen, kombiniert mit einer fortlaufenden Tagzahl, so dass sich für jeden Zeitpunkt eine eindeutige Zahl ergibt. Damit sind Zeitangaben in beliebiger Genauigkeit möglich.

Bis in die mittlere Neuzeit waren andere Stundenzählungen als die heutige 24-Stunden-Zählung verbreitet. Zur Zeit der Französischen Revolution wurde ein erfolgloser Versuch unternommen, den Tag in 10 Stunden mit je 100 Minuten und 100 Sekunden einzuteilen. Der Nullpunkt der Uhrzeit lag noch bis in das ausgehende 19. Jahrhundert auf Mittag (weil sich dieser über die Beobachtung der Sonne leichter bestimmen lässt).

Die Zonenzeit ist die einheitliche Uhrzeit in einer Zeitzone.

Sie ist meistens auch die gesetzliche Zeit in einem Staat (oder einem Teil davon),
der in einer von 24 gleichmäßigen, sich zwischen den Polen der Erde erstreckenden Zeitzonen liegt.
Die gesetzliche Zeit kann die Zonenzeit einer benachbarten oder weiter entfernten Zeitzone sein,
wobei der Begriff Zonenzeit (manchmal sogar Zeitzone) als Synonym für die gesetzliche Zeit verwendet wird.
Das gilt ebenso, wenn die gesetzliche Zeit sich nicht mit der Zonenzeit einer der 24 „idealen“ Zeitzonen deckt.

Die Zeitzonen, 0 bis -12 und 0 bis +12, geben die Abweichungen der lokalen Uhrzeit von der UTC-Zeit an.
(Universal Time Coordinated, auch als GMT, Greenwich Mean Time bekannt)
Der NULL-Meridian läuft durch Greenwich in England.
Der gegenüberliegende Meridian, die Datumsgrenze (+/- 12) verläuft durch die dünnbesiedelte "Südsee".
Der Beispielwert der Uhrzeit für Deutschland ist UTC +1 bzw. UTC +2 während der Sommerzeit.

In Deutschland wurde zum 1. April 1893, mit dem Gesetz betreffend der Einführung einer einheitlichen
Zeitbestimmung, die mittlere Sonnenzeit des fünfzehnten Längengrades östlich von Greenwich als gesetzliche
Zeit festgelegt. Der 15. Längengrad läuft durch Görlitz, weshalb dort ein Meridiandenkmal steht.

Zeitverschiebung ist die Zeitdifferenz

  • zwischen zwei Zonenzeiten oder zwischen zwei Orten mit unterschiedlicher Zonenzeit,
  • zwischen Zonenzeit und Weltzeit UTC (Universal Time Coordinated),
  • innerhalb einer Gebiets (Staat) zwischen Normalzeit und Sommerzeit (engl. daylight saving time) oder anderen temporären Änderungen
    der Zonenzeit oder
  • zwischen Zonenzeit und Sonnenzeit.